Fachfragen bei Dachbau.de

 
Frage (Gast) fragt am 16.08.2013:
 
Guten Tag,
wir planen ein Satteldachhaus mit Kehlbalkendach und 1m Holzdrempel, Aussenabmessung ca 9m x 11,5m.
Nun planen wir den Holzdrempel auf 1,1 m zu erhöhen. Unser Bauträger sagt, dass es aus statischen Gründen nicht möglich ist und ein Pfettendach genommen werden müßte, was allerdings deutlich teuerer ist.
Ist das wirklich so?
Ist es alternativ nicht möglich, die gleiche Dachkonstruktion zu verwenden und diese über einen auf der Betondecke befestigten Längsbalken um 0,1 m "aufzubocken"?
Vielleicht kann mir ja jemand diesen Sachverhalt erklären?

Mit freundlichen Gruß
 
 
  
 
1 Antwort(en), letzte am 17.08.2013:
 
   Päffgen GmbH (Fachfirma) schreibt am 17.08.2013:
 
Bei einem Kehlbalkendach ist der Drempel die statische Risikostelle. Hier müssen Auflast- und Windkräfte sicher in die darunter liegende Decke abgeleitet werden. Ein einfach aufmontierter Balken kann diese Kräfte nicht sicher aufnehmen. Eine Erhöhung des Drempels kann zudem dazu führen, dass die Dachneigung nicht mehr den statischen Notwendigkeiten und bautechnischen Vorschriften entspricht. Wenn Zweifel an den Berechnungen des Bauträgers bestehen, sollte ein Sachverständiger mit der Nachrechnung der konkreten Werte beauftragt werden.